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16. Juni 2026

Der Hamburg Digital Check erstattet die Hälfte der Kosten

Die IFB Hamburg erstattet beim Hamburg Digital Check die Beratungskosten, nicht Lizenzen oder Umsetzung. Drei Antragsregeln entscheiden, ob ein förderfähiges Hamburger KMU das Geld wirklich bekommt.

Der Hamburg Digital Check ist eine der wenigen Digitalisierungsförderungen in Deutschland, die die Hälfte der Kosten für die Arbeit zurückzahlt, bis zu 7.500 Euro. Die meisten Beiträge dazu enden bei dieser Zahl. Ob ein Hamburger KMU das Geld am Ende bekommt, hängt aber davon ab, was die Förderung als förderfähig zählt, und das ist enger, als die Schlagzeile vermuten lässt.

Die IFB Hamburg erstattet Beratungskosten. Sie erstattet nicht die Software, die Lizenzen oder die Entwicklertage, die danach kommen. Wie Sie das Projekt zuschneiden und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen, entscheidet also, ob die Förderung greift.

Was die Förderung erstattet, und was nicht

Der Hamburg Digital Check fördert externe Beratung in zwei Bereichen: Informationssicherheit und digitaler Wandel. Ein Berater bewertet, wo Ihr Setup angreifbar ist und wo sich die Automatisierung manueller Arbeitsschritte in Ihren Systemen lohnt, und schreibt das auf. Die IFB Hamburg erstattet 50 Prozent dieses Beratungshonorars, gedeckelt bei 7.500 Euro.

Was sie nicht fördert, ist die Umsetzung. Neue Microsoft-365-Lizenzen, der Bau einer Azure Landing Zone, ein Power-BI-Rollout, die Entwicklerzeit, um einen Prozess zu automatisieren: nichts davon ist über den Digital Check förderfähig. Dafür gibt es einen eigenen Hamburger Förderweg, das Programm Hamburg-Kredit Digital, und das ist ein Kredit, keine Erstattung.

Diese Trennung ist das Nützlichste, was man vor dem Antrag verstehen kann. Der Digital Check zahlt für den Plan. Der Bau wird getrennt finanziert. Schneiden Sie das Beratungsprojekt so zu, dass sein Ergebnis ein konkretes Realisierungskonzept ist, das der Förderung entspricht, und Sie haben etwas, das die Förderung bezahlt und das Kreditprogramm umsetzen kann.

Das Realisierungskonzept muss konkret sein

Das geforderte Ergebnis ist ein Realisierungskonzept. Das Wort ist entscheidend. Eine Strategiepräsentation, die "Sicherheitsniveau verbessern" und "Automatisierung prüfen" sagt, ist kein Realisierungskonzept, und ein Prüfer kann es ablehnen.

Die Förderung erwartet die benannten Maßnahmen, die Reihenfolge, in der man sie angeht, und genug Kalkulation, um jede umzusetzen oder zu beauftragen. Bei der Informationssicherheit heißt das die konkreten Lücken in Ihrem Identitäts- und Zugriffs-Setup in Entra ID, Ihre Angriffsfläche über Microsoft 365 und Azure und Ihre Backup- und Wiederherstellungslage, nach Risiko sortiert. Bei der Digitalisierung heißt das die manuellen Prozesse, die sich lohnen, auf Ihr Microsoft-Setup zu verlagern, jeder bewertet nach der Arbeit, die er abnimmt, gegen die Kosten, ihn zu bauen. Konkret genug, dass Sie oder ein Umsetzungspartner es aufnehmen und starten können.

Drei Regeln, die sonst förderfähige Betriebe ausschließen

Drei Antragsmechaniken bringen Hamburger KMU zu Fall, die sonst förderfähig wären.

Beantragen Sie, bevor die Arbeit beginnt. Der Digital Check wird vor dem Projektstart bewilligt, nicht im Nachhinein abgerechnet. Wenn Sie die Beratung bereits begonnen haben, ist die Förderung dafür weg. Die Reihenfolge steht fest: Ihr Berater umreißt den Umfang und kalkuliert, Sie reichen über das eAntragsportal der IFB Hamburg in Ihrem Namen ein, und die Arbeit beginnt erst, sobald die Bewilligung da ist.

Prüfen Sie Ihren De-minimis-Spielraum. Der Digital Check ist eine De-minimis-Beihilfe nach Verordnung (EU) 2023/2831. Ein einzelnes Unternehmen darf über drei Geschäftsjahre bis zu 300.000 Euro De-minimis-Beihilfe erhalten. Wenn Ihr Betrieb zuletzt andere De-minimis-Zuschüsse genommen hat (Corona-Hilfen, Energiekostenentlastung, frühere Digitalisierungsförderung), brauchen Sie noch Platz unter dieser Grenze, und der Antrag verlangt eine entsprechende Erklärung. Die meisten KMU haben reichlich Spielraum. Die, die ihn nicht haben, merken es eher beim Antrag als davor.

Passen Sie genau ins Förderprofil. Die Förderung richtet sich an rechtlich selbstständige KMU, Handwerksbetriebe und Angehörige freier Berufe mit Betriebsstätte in Hamburg, unter 250 Mitarbeitenden und innerhalb der EU-KMU-Grenzen bei Umsatz oder Bilanzsumme. Eine Hamburger Niederlassung eines größeren Konzerns, oder ein Betrieb über den KMU-Schwellen, ist nicht förderfähig, egal wie gut das Projekt ist.

Wie die Förderung das Projekt formt

Weil die Förderung die Beratung zahlt und der Kredit den Bau, ist der saubere Weg, das Assessment als in sich geschlossenes Projekt mit Festpreis und förderfähigem Ergebnis zu behandeln, und über die Umsetzung erst zu entscheiden, wenn die sortierte Liste mit den Kosten daneben vorliegt. Das Hamburg-Digital-Check-Assessment ist genau so gebaut: zwei Wochen, die zwei geförderten Bereiche, am Ende das Realisierungskonzept, das der Antrag zitiert, mit Umfang und Kostenaufstellung passend zum eAntrag.

Das Förderfenster läuft bis in das späte Jahr 2026, abhängig von verfügbaren Mitteln, und das Budget kann vor dem Fensterende erschöpft sein. Förderbedingungen und De-minimis-Erklärung sollten Sie an den eigenen Zahlen prüfen, bevor Sie uns ansprechen, und genau dafür ist der Leitfaden unten da.

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